Wer kennt sie nicht, die Auersberglinie? Die Freizeitlinie mit dem freundlich gestalteten Bus chauffiert die Einheimischen und Touristen am Wochenende fünfmal täglich auf die Höhen des Erzgebirges von Eibenstock nach Johanngeorgenstadt und zurück. Über 2.600 begeisterte Fahrgäste nutzten in den ersten 4 ½ Monaten die Auersberglinie. „Für diese kurze Zeit kann sich das Ergebnis sehen lassen. Für einen dauerhaften Betrieb müssen die Nutzungszahlen aber weiter gesteigert werden,“ meint Dr. Harald Neuhaus, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS).
Um das zu erreichen muss die Buslinie noch bekannter werden. Deshalb fand zur weiteren Vermarktung am 13.10. im Hotel „Am Bühl“ ein Workshop mit den regionalen Verantwortlichen der Tourismuswirtschaft statt.
Die Initiatoren, der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und das beauftragte Ingenieurbüro für Tourismus und Verkehr Claudia Hinrichs zeigten viele positive Marketingbeispiele rund um die Auersberglinie. Einen Teil der überregionalen Bewerbung leistet der VMS mit Tipps in der Kundenzeitschrift vms mobil und einer umfassenden Internetseite. Werner Deiß, Prokurist der BVO, fügte hinzu: „Wir bewerben die Buslinie in der Kundenzeitschrift BVO aktuell und legen Faltblätter der Auersberglinie mit Ausflugstipps entlang der Strecke in vielen Bussen unseres Unternehmens aus.“
Dennoch gibt es Reserven. So mahnte Holger Hascheck, Bürgermeister von Johanngeorgenstadt, in Richtung der Gastwirte und Vertreter von touristischen Einrichtungen an, dass eine Verlinkung im Internet zur Auersberglinie ein „Muss“ jedes Einzelnen ist. Das Engagement der Teilnehmer zeigt bereits das Interesse an der Auersberglinie. So sagte Mike Schindler von der Minigolfhalle Eibenstock eine kostenlose Bandenwerbung in seiner Halle zu und Mike Juntke von der Erzgebirgsbahn versprach das Auslegen der Faltblätter auch in den Triebwagen der Erzgebirgsbahn. Und wenn alle Einheimischen so hinter der Linie stehen, wie Herr Witscher vom Jugendgästehaus, dann ist die Auersberglinie wirklich in der Region angekommen. Er hat nämlich die An- und Abreisetermine auf den Busfahrplan ausgerichtet. Viele weitere Anregungen zu dieser Buslinie über den zweithöchsten Berg Sachsen wurde in der Beratung aufgenommen. Abschließend konnte Jens Müller vom VMS ein positives Resümee ziehen: „Wenn alle in der Region so wie die Teilnehmer am Workshop an einem Strang ziehen, gewinnt unsere Auersberglinie noch mehr an Fahrt und wird auch im Winterhalbjahr von einer großen Anzahl von Fahrgästen genutzt werden.“