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Chemnitzer Bahnring: Hier wird ab Februar 2026 gebaut

  • Bau des Bahnrings als Teil der Bahnstrecke nach Limbach-Oberfrohna startet
  • Falkeplatz: Einzelne Auto-Fahrspuren fallen schon ab 2. Februar 2026 weg
  • Mühlenstraße gesperrt ab 2. Februar 2026 zwischen Brückenstraße und Stadtbad

Chemnitz – Der Bau der Bahnstrecke nach Limbach-Oberfrohna (Chemnitzer Modell Stufe 4 – kurz: CM4) startet am Montag, 2. Februar 2026. Darüber informieren der VMS und seine Partner, die Stadt Chemnitz und die Chemnitzer Verkehrs-AG, heute während eines Bürgerinfoabends. Der Bau beginnt an zwei Stellen: Falkeplatz und Mühlenstraße.

Für Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer und Anlieger wichtig:

  • Falkeplatz: ab 2. Februar 2026 kommt es zu deutlichen Verkehrseinschränkungen für Autofahrer. Einzelne Fahrspuren fallen weg, ab 19. Februar 2026 ist das stadtwärtige Linksabbiegen von Zwickauer Straße in die Theaterstraße nicht mehr möglich. Umleitungen über Reichsstraße und Weststraße sind ausgeschildert. Infos: https://www.vms.de/chemnitzer-modell/baugeschehen/ unter Stufe 4, Hauptbaumaßnahmen in Chemnitz, „Falkeplatz (FP)“. Dieser Bauabschnitt wird voraussichtlich am 7. Mai 2026 beendet sein. Rechtzeitig erfolgt an dieser Stelle die nächste Presseinformation zum weiteren Bauablauf.
  • Mühlenstraße („Zentrumsring 1 (ZR 1)“): Ab 2. Februar 2026 wird die Mühlenstraße zwischen Brückenstraße und Höhe Stadtbad gesperrt. Zufahrten und Zugänge sind weiterhin möglich.  Umleitung über Hartmannstraße, Bergstraße, Schlossteichstraße und Müllerstraße werden ausgeschildert. Infos: https://www.vms.de/chemnitzer-modell/baugeschehen/ Stufe 4, Hauptbaumaßnahmen in Chemnitz, „Zentrumsring 1 (ZR 1)“. Dieser Bauabschnitt dauert bis voraussichtlich 3. Juni 2026. Rechtzeitig erfolgt an dieser Stelle die nächste Presseinformation zum weiteren Bauablauf.

Die grundsätzlichen Relationen bleiben für Radfahrer und Fußgänger bestehen, Wege können allerdings durchs Baufeld geführt werden. Zugänge für Gebäude bleiben immer erhalten.

Für Nutzer von öffentlichen Bussen und Bahnen wichtig:

Während der Bauarbeiten soll die Erreichbarkeit des Chemnitzer Stadtzentrums für alle Verkehrsteilnehmer bestmöglich gewährleistet werden.

  • CVAG: Auf den städtischen Bus- und Straßenbahnlinien wird es zeitweise zu spürbaren Einschränkungen kommen. Aktuelle Informationen zu den betroffenen Verbindungen und den veränderten Linienführungen sind jederzeit unter www.cvag.de/cm4 abrufbar.
  • Regionalverkehrslinien, die ins Chemnitzer Zentrum führen (RVW, RVE, Regiobus):  Bitte vor Fahrtantritt beim Verkehrsunternehmen oder in der Echtzeitauskunft auf vms.de informieren.

Allgemeine Einordnung CM4 für Stadt Chemnitz

Der Baubeginn des CM 4 markiert den Beginn der dringend benötigten Weiterentwicklung des schienengebundenen Nahverkehrs in Chemnitz. Insbesondere durch den Schluss des Bahnrings im Zuge der Theaterstraße und Brückenstraße wird die betriebliche Flexibilität für die Straßenbahnen der CVAG und die Bahnen des Chemnitzer Modells wesentlich erhöht und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums weiter verbessert. Dies stärkt den ÖPNV als wichtige Mobilitätssäule. Gleichzeitig erfährt der gesamte öffentliche Raum eine deutliche Aufwertung. Die Trennwirkung der betroffenen Straßenzüge wird deutlich reduziert und die Verkehrssicherheit durch flächendeckend zeitgemäße und sichere Rad- und Fußverkehrsanlagen erhöht. Synergieeffekte können genutzt werden, in dem mehrere sogenannte Zusammenhangmaßnahmen umgesetzt werden. So z. B. auch in der Mühlenstraße.

  • Mühlenstraße: Der Ausbau des CM4 im Bereich Brückenstraße und Theaterstraße hat auch Auswirkungen auf den Ast der Mühlenstraße. Hier ist eine Anpassung der Mühlenstraße auf einer Länge von ca. 170 m an den neuen Knotenpunkt Brückenstraße/Theaterstraße erforderlich. Da die Verkehrsanlagen im Bereich Mühlenstraße ab Einmündung Brückenstraße bis südlich des Stadtbades zahlreiche Schädigungen aufweisen, hat sich die Stadt Chemnitz entschlossen, hier Synergieeffekte zu nutzen und die Mühlenstraße in diesem Bereich grundhaft zu erneuern. In der Bauausführung erfolgt eine Aufteilung des bestehenden Verkehrsraumes mit neuen Breiten für die Belange des motorisierten Individualverkehrs, für Fußgänger und Radfahrer sowie für das Straßenbegleitgrün. Der aktuell in der Mitte der Mühlenstraße liegende Parkstreifen wird künftig durch die Anlage von Rasen und die Anpflanzung von Bäumen aufgewertet. Auch die landwärtige Bushaltestelle „Am Stadtbad“ wird barrierefrei ausgebaut.
  • Falkeplatz: Die Brücke Falkeplatz besteht aus drei nebeneinanderliegenden Teilbauwerken. Auf Grund von zahlreichen Schädigungen an den Bestandskonstruktionen werden die vorhandenen Überbauten den zur Umsetzung des CM4 notwendigen Anforderungen nicht mehr gerecht und sind somit für den geplanten Verwendungszweck nicht erhaltungswürdig. Daher wird ein Ersatzneubau des kompletten Brückenbauwerkes am Falkeplatz vorgesehen.

Einordnung Bau des Bahnrings in das Gesamtbauvorhaben CM4

Beim Bau des Bahnrings handelt es sich um einen Lückenschluss bereits vorhandener Gleise in Brücken- und Theaterstraße. Im Zuge des Baus der Bahnstrecke nach Limbach-Oberfrohna (Chemnitzer Modell Stufe 4) komplettiert der VMS die Schienen vom Falkeplatz über Theaterstraße bis Brückenstraße/Kreuzung Straße der Nationen. Dazu kommt der Gleisbau in der Hartmannstraße bis zur Ermafa-Passage. Ab 2028 verlagern sich die Arbeiten in der Innenstadt zum „Zentrumsring 2 (ZR 2)“ (Bahnhofstraße, Theaterstraße Brückenstraße) und zur Baumaßnahme „Hartmannstraße (HS)“.

Fakten zum Bau der Bahnstrecke

  • Der Bau der Bahnstrecke nach Limbach-Oberfrohna untergliedert sich in fünf Planfeststellungsabschnitte.
  • Die Kosten für die Gesamtbahnstrecke nach Limbach-Oberfrohna liegen im mittleren dreistelligen Millionenbereich.
  • 75 Prozent stemmt der Bund, 15 Prozent der Freistaat Sachsen, je 5 Prozent kommen von der Stadt Chemnitz und dem Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS).
  • Es ist ein koordiniertes Bauvorhaben mit „eins energie in sachsen“, dem Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz (ESC) und der Stadt Chemnitz.
  • Der Chemnitzer Bahnring mit der Strecke bis zur Ermafa-Passage wird voraussichtlich 2030 fertig sein.
  • Seit Anfang 2025 läuft die Planung der Strecke über Leipziger Straße bis Chemnitz-Center und weiter bis Limbach-Oberfrohna.
  • Die Bahnlinie (16 Kilometer) soll Mitte der 2030er Jahre fertig sein.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Foto: VCDB