- Stollberger Modell wird auf Innotrans in Berlin vorgestellt
- VMS-Geschäftsführer: „Ausbau ausgesprochen wichtig für die Region“
- Zurzeit Planfeststellungsverfahren – Baustart könnte Herbst 2027 sein
Chemnitz – Stollberg geht nach Berlin: Der VMS stellt auf der Leitmesse Innotrans ein Modell des Ausbauvorhaben des Chemnitzer Modells Stufe 5 (Neubaustrecke Stollberg) vor.
Die Innotrans (22. bis 25. September 2026) ist die internationale Weltleitmesse für Bahn- und Verkehrstechnik, sie findet aller zwei Jahre in Berlin statt. Steckbrief 2024: 42 Messehallen mit 2945 Ausstellern aus 59 Ländern, 169.214 Besuchern aus 128 Ländern.
VMS-Geschäftsführer Mathias Korda: „Das Ausbauvorhaben im erzgebirgischen Stollberg passt da genau hinein. Es geht um eine Bahn-Neubaustrecke, die die Erzgebirgsstadt Stollberg und das Gewerbegebiet ,Stollberger Tor‘ erschließt und an Chemnitz und den Landkreis Zwickau anbindet. Wo viele nur über Verkehrswende sprechen, machen wir das mit dem Chemnitzer Modell.“
Darum geht es bei der Stufe 5 in Stollberg: Die Pilotstrecke des Chemnitzer Modells führt bereits seit 2002 von Chemnitz nach Stollberg und endet dort. Die Stufe 5 soll im Bahnhof Stollberg mit einer 3,5 km langen elektrifizierten Neubaustrecke durch das Stadtgebiet Stollberg an die bereits im Betrieb befindliche Strecke Stollberg <> St. Egidien anschließen und damit eine durchgehende und umsteigefreie Bahnlinie zwischen Chemnitz und St. Egidien/Glauchau schaffen.
Im Unterschied zum im Bau befindlichen Chemnitzer Bahnring (Chemnitzer Modells Stufe 4, PFA1) ist des Stollberger Vorhaben noch in der Planfeststellung. Baubeginn könnte im Herbst 2027 sein. Die Bestandstrecke Stollberg <> St.Egidien/Glauchau wird in einer zweiten Stufe ausgebaut und elektrifiziert. Im Jahr 2030 sollen die ersten Citylinks der City-Bahn durchgehend fahren.
Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt: „Es ist ein Bauvorhaben von zentraler Bedeutung. Wir verbessern die ÖPNV-Erreichbarkeit von Stollberg und einer Region, die vor wirtschaftlichen Herausforderungen steht. Die Anbindung wird ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen sowie die Arbeitsplatzwahl.“
Geschäftsführer Mathias Korda ergänzt: „Alle an Finanzierung, Planung und Genehmigung befassten Partner sind sich der Bedeutung bewusst. Ich hoffe, dass wir zügig mit dem Bau starten können.“
Der Bau wird mitfinanziert aus Bundesmitteln und mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes: 75 % Bund, 15 % Land Sachsen, 10 % VMS. Die Kosten betragen für die Neubaustrecke rund 100 Mio. Euro.
Das CM 5-Modell im Maßstab 1: 1785 hat die Chemnitzer Firma Haselhuhn gebaut. Während der Messe ist es in Halle 7.2, Stand 100 beim VMS zu sehen. Weitere Informationen zum Messeauftritt auf der Innotrans: https://bit.ly/4hs9ZMn
FOTO: VMS, Haselhuhn