Ein Netz, das seit 10 Jahren verbindet
Herzstück des Elektronetzes Mittelsachsen (EMS) bildet die sogenannte Sachsen-Franken-Magistrale mit den zwei Linien RE 3 (Dresden – Freiberg – Chemnitz – Zwickau – Plauen – Hof) und RB 30 (Dresden – Chemnitz – Zwickau). Weiterhin gehört die Linie RB 45 (Chemnitz – Döbeln – Riesa – Elsterwerda) zum EMS. Damit verbindet es rund 1,3 Mio. Menschen, also knapp ein Drittel der sächsischen Einwohner.
Auf den drei Strecken sind moderne, elektrische Fahrzeuge des Typs Coradia Continental von ALSTOM im Einsatz, die aus dem unternehmenseigenen Fahrzeugpool der VMS GmbH bereitgestellt werden. Mit einem zuverlässigen Stundentakt bieten Ihnen die Züge ein komfortables Angebot im regionalen Nahverkehr. Bei Großveranstaltungen mit hohem Fahrgastaufkommen – wie zuletzt im Kulturhauptstadtjahr 2025 oder jährlich an den Adventswochenenden – verstärkt der VMS die Sitzplatzkapazitäten auf diesen Linien zusätzlich.
Das EMS erstreckt sich insgesamt über drei Bundesländer: Sachsen, Bayern und Brandenburg. Der Anteil des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen am EMS macht ganze 63 Prozent aus. Werden alle Bahnstrecken im VMS-Verbundgebiet betrachtet, so nimmt das EMS längenmäßig fast die Hälfte ein.
Resümee nach 10 Jahren: Verdopplung der Fahrgastzahlen
2016 übernahm die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) mit den damals werksneuen Fahrzeugen die Verkehrsleistungen im EMS. Seitdem hat sich das Fahrgastaufkommen nahezu verdoppelt. Neben dem attraktiven Taktfahrplan mit innovativen Fahrzeugen ist in den vergangenen Jahren auch das Deutschlandticket maßgeblich an der Entwicklung beteiligt. Dieser Zugewinn macht den hohen Stellenwert der Eisenbahn für die Mobilität in der Region sichtbar.
Damit setzt das EMS ein deutliches Zeichen auf den wichtigen Hauptachsen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Sachsen. Das stärkt nicht nur den ÖPNV, sondern verknüpft Region und Menschen nachhaltig.
10 Jahre VMS-Fahrzeugpool
Zusammen mit dem EMS wird auch der VMS-Fahrzeugpool zehn Jahre alt.
Neben den bereits genannten Fahrzeugen wird dieser aktuell um elf
Coradia Continental mit Batterieantrieb (Akku-Zug) für die Linie RE 6 ergänzt. Zum Fahrzeugpool gehören zudem zwölf Citylinks für das Chemnitzer Modell.
Die zweite Citylink-Generation, die als rein elektrischer Fahrzeugtyp sowohl im Straßenbahn- als auch Eisenbahnnetz einsetzbar ist, bestellte die VMS GmbH bereits im Jahr 2022. Aktuell wurde ein Fahrzeug zu Erprobungszwecken nach Chemnitz ausgeliefert.
Der Vorteil des eigenen Fahrzeugpools besteht darin, dass die Züge langfristig im hiesigen Netz nutzbar sind. So bleiben diese während ihrer kompletten Fahrzeuglebensdauer auch bei einem Betreiberwechsel vor Ort im Einsatz. Weiterhin können die Fahrzeuge besser auf die Erfordernisse der regionalen Strecken abgestimmt werden.
Zahlen, Daten und Fakten
- 3 Linien
- 29 Elektrotriebzüge Coradia Continental
- 313 km Netzlänge
- 5,8 Mio. Zugkilometer jährlich
- 5,6 Mio. Fahrgäste im Jahr 2025